24h Rennen Harzring

So, nun ist es endlich soweit, das Minimototeam Berlin wird am diesjährigen 24 Stunden Rennen
am Harzring teilnehmen.
2006 kamen die Kaßburg´s auf mich zu und fragten, ob ich nicht interesse habe, am 24H Rennen
teilzunehmen. Die Idee war geboren.
Leider kam es in den darauffolgenden Jahren nicht dazu, da einige von uns im Renngeschehen verschiedener Serien unterwegs waren. Keiner von uns hatte sich die Idee aber aus dem Kopf geschlagen.
Izo, unserer Motivator, hatte die Idee wieder aufgegriffen und war sofort Feuer und Flamme!!
Seitdem hab ich von Ihm nix anderes mehr zu hören bekommen und wir mussten handeln.

Am Anfang stand die Frage im Raum, mit welchem Moped wir an den Start gehen sollten.
Klar war, das keiner von uns Roller fahren würde, so war die Klassenauswahl etwas geringer und wir entschieden uns für die Klasse LK5. Dies bedeutet, das wir mit einem Fahrzeug starten, welches maximal 125cm³ hat und grössere Räder als 10″.
Nun hatten wir die Wahl zwischen CBR, NSR, YZF und einigen 125er Sumos.
Aufgrund des Leistungsgewichts haben wir uns dann für ein Pitbike entschieden. Nur welches?

Fast wie bestellt haben wir dann auch unser Objekt der Begierde entdeckt und zugeschlagen.
Es ist eine BBR mit CRF Perimeter Frame!!
Als wir “Sie” abholten, dachten wir am Anfang das es nicht möglich sei, mit dem “kleinen”
Ding 24H durchzuhalten! Eingeladen haben wir “Sie” dann trotzdem, zum Glück!;)

Eine Frage stellte sich aber noch: Dürfen wir damit überhaupt starten?
Ich habe dann ein Konzept erstellt und dem zuständigen technischen Komissar zukommen lassen.
Später mehr dazu…

Zuhaus angekommen, wurde “Sie” erstmal begutachtet und für fast neu befunden!!
Arbeit steckt jedoch genug in “Ihr”.

Zuerst haben wir uns dann über den Motor hergemacht und  geschaut in welchem Zustand dieser ist.
Das Rätselraten des Typs ging jedoch weiter.
Da der Motor an einigen Stellen “schwitzte”,entschieden wir,  den Motor zu überholen.
Beim Öffnen und Nachmessen, ergab sich dann ein Hubraum  von 117cm³, später stellte sich heraus, das es ein Honda “SS” Motor war.
Da das KW – Gehäuse recht dürftig bearbeitet wurde und der  max. Hubraum bei diesem Motor erreicht war, entschieden wir uns, diesen als nicht ausbaubar anzusehen.
Desweiteren war es nur ein Drei – Gang Motor mit kleinen Ventilen usw..
Doch welcher Motor schien der Richtige? Sollte es einer aus Fernost werden?
Nein, den BBR Rahmen mit einem Fernost Produkt zu bestücken wäre nicht das was
wir uns vorstellten. Die Suche ging los.
Unzählige Internetseiten und Kontakte wurden zu Rate gezogen und die Aussicht ein gescheites Triebwerk zu finden wurde immer schwieriger. Die Kosten für einen geeigneten Motor stiegen fast täglich.;)
Ein Honda Nice Motor sollte es in jedem Falle sein.
Nach kurzem “Hin und Her” stand fest, es muß einer von

TJR – MOTORSPORT sein.


Schließlich setzten wir uns mit Michael Junker in Verbindung.
Wir hofften auf eine positive Einstellung unserem Projekt gegenüber. So war es dann auch…
Michael Junker lud uns ein Ihn zu besuchen. Dies taten wir dann auch und machten uns die 700km nach Homburg auf den Weg. Im Gepäck den 117cm³ Motor, vielleicht geht ja noch was.
Nach einem herzlichen Empfang mit Kaffee und einigem Benzingeflüster ging es dann an´s Eingemachte.
Bei der Werkstattführung und Lagerbesichtigung trafen wir unsere Auswahl, alter Motor weg – neuer her!;)

Die Wahl fiel auf einen 125er Motor mit Takegawa Superhead R Zylinderkopf,
einer frei programmierbaren  TJR – MOTORSPORT Zündung, sowie einer 5 Scheiben Kupplung.
Leistungsmässig sollten wir am Ende bei knappen, hoffentlich standfesten 20PS liegen.
Das alles auf Basis des Honda Nice Motors.

Darüber hinaus unterstützt uns TJR – MOTORSPORT in technischen Belangen sowie in der Ersatzteilversorgung!!
Dafür bedanken sich alle Beteiligten des Minimototeam Berlin bei Michael Junker!!!

Jetzt gilt es noch einige Tage abzuwarten, um dann mit Freude unser neues Triebwerk in
Empfang zu nehmen.

Die technischen Komissare vom Harzring haben unserem Konzept zugestimmt, so das nun dem Projekt nichts mehr im Wege steht.

Sobald es was Neues zu Berichten gibt, werdet Ihr es hier erfahren!!!

Bis die Tage
Euer
Marcus #15

Fortsetzung folgt…

Weiter geht´s…

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit, wir fuhren nach Homburg  zu

TJR-Motorsport, um unseren Motor in Empfang zu nehmen.

Aufregung machte sich breit.

Dort angekommen, wir wurden wieder herzlich Empfangen, konnten wir es kaum noch abwarten

das Triebwerk zu bestaunen. Das taten wir dann auch ausgiebig.

Da der Motor vom Werk aus nur 108cm³ hat, musste noch

einiges verändert werden, um am Ende

die gewünschten 125cm³ zu erreichen.

Bei unserem ersten Besuch bei TJR, hatten wir uns ein Motorkonzept ausgesucht, was

wie folgt ausschaut:

TAKEGAWA Zylinderkopf Superhead + R
Ventilgrößen E/A 28,5/23,5
TAKEGAWA Nockenwelle S30
TJR Kurbelwelle mit 54 mm Hub
TJR Spezialkolben 54 mm
TJR Kupplungsoptimierung durch 5 Reibscheiben
TJR Rennzündung frei programmierbar
TJR Spezialkopfdichtung 54mm
Zylinder mit neuer Laufbuchse 54mm
Gehäuse aufspindeln für den grösseren Zylinder

Wir sind alle davon überzeugt, das es ein guter Kompromiss zwischen Drehzahl und Drehmoment ist.

Spitzenleistung war uns nicht so wichtig, wichtiger war uns die Fahrbarkeit. Nutzt ja nix, wenn einem ständig die Arme langgezogen werden.

Klar wurde auch, das es nun kein Zurück mehr gibt! Das Grinsen ging uns allen nicht mehr aus dem Gesicht.

Trotz der Strapazen auf dem Hinweg (Schnee/Eis), war es wieder ein sehr aufschlußreicher Besuch bei TJR, der uns den Weg nach Hause nur halb so lang vorkommen ließ.

Eine Hürde auf dem Weg zum Harzring haben wir geschafft!!

Felgenringe und Naben sind in Vorbereitung sowie eine schwimmend

gelagerte Bremsscheibe.

Alle Team Mitglieder (und Weitere) sind derzeit so beschäftigt, das unser Projekt Tag für Tag

vorangetrieben wird. Wir danken hier an dieser Stelle noch einmal den fleissigen Helfern

für Ihren tatkräftigen Einsatz, insbesondere  Roman!!

Weiteres dazu wird in den nächsten Tagen hier zu lesen sein.

Bis die Tage

Euer Marcus  #15

Soderle, lang ist es her aber es geht weiter!

Einige technische Herausforderungen sind zum Teil gemeistert, manches wird aber noch ein
wenig Zeit in Anspruch nehmen.
Zum ersten wäre da die Bremsscheibe, die nun endlich den Weg in die Fertigung geschafft hat.
Nach anfänglichen Problemen mit der Software und verschiedener Dateiformate, ist nun die
Konstruktion der Scheibe fertiggestellt. Dickes Dankeschön an Roman,
der sich die Abende um die Ohren geschlagen hat und die Designs in Catia übertragen hat!
Ein weiterer Dank geht an Hacki, der ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen hat.
Wir freuen uns alle darauf, die Scheibe demnächst zu montieren.
Desweiteren wäre da das hintere Laufrad. Izo hat einen Felgenring in 2,75×12 gefunden,
der für unsere Ansprüche nahezu perfekt scheint.
Roman machte sich an die Arbeit und schnitt überflüssiges Aluminium aus dem Felgenring,
um eine vernünftige Grundlage für die anstehenden Speichenlöcher zu schaffen.
Wir entschieden uns erstmal für eine 28 Loch Variante, da die originale BBR Nabe
leider nicht mehr Löcher hat!:(
Die nächste Felge, mit selfmade Nabe, wird dann mit 36 Speichen ein wenig stabiler
und optisch wird´s auch passen!;)

Der erste Testlauf ende Februar in Löbau, war recht vielversprechend.
Das Vergasersetup hat nicht ganz gestimmt,so das wir ersteinmal, um Kilometer zu sammeln,
den “anderen” Vergaser montierten.
Das hat dann auch wunderbar funktioniert, bis auf kleinere, feine Einstellungen.
“Der Vergaser läuft unten rum noch nicht ganz sauber” meint er, für´n Anfang aber ausreichend.
Der zweite Turn sah schon wesentlich runder aus.
Ein zweites Mal kam er grinsend in die Box gefahren und alle waren sich im klaren darüber,
der Motor von TJR-Motorsport geht richtig gut!
Leider haben sich die Speichen etwas  gelockert, so das wir es nicht riskieren wollten,
weitere Turns zu fahren.
Die 2,75er Felge hat sich in der winkligen Halle prima händeln lassen, wird outdoor sicherlich
eine Freude sein!!
Das Moped machte auf den ersten Blick einen recht vernünftigen Eindruck, was Fahrbarkeit
und Leistung angeht, scheint sehr ausgewogen zu sein!
Jetzt sind es nicht mehr allzu viel Dinge, die zu erledigen sind, wir alle können es kaum abwarten
endlich Outdoor zu fahren.

Bis die Tage
Euer Marcus